Schaltsekunde birgt Risiken, auch im Spital

Im Laufe der letzten Jahre dürften so ziemlich alle Spitäler auf digitale Krankeninformationssysteme umgestellt haben. Die Daten werden in Netzwerken ausgetauscht und auf Servern in Datenbanken abgelegt. Sicherheitskritische Systeme oder Systeme zur kontinuierlichen Datenerfassung und -anzeige sind in der Nacht vom 30.06.15 auf den 01.07.15 einer besonderen Gefahr ausgesetzt. Der letzte Tag des Junis wird nämlich eine Sekunde länger sein, was in den besagten Systemen zu Zwischenfällen führen könnte. Da es in der Vergangenheit, das letzte Mal 2012, faktisch immer zu solchen Problemen kam, ist auch diesmal wieder damit zu rechnen. Sicherheitsvorkehrungen sollten also getroffen werden.

Seit dem Jahr 1972 wird die Schaltsekunde immer wieder eingesetzt um der stetig langsamer werdenden Erdrotation gerecht zu werden.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schaltsekunde

Softbank verkauft binnen einer Minute 1000 Roboter

Vor wenigen Tagen machte die Runde, dass Softbank das humanoide Robotermodell „Pepper“ für unter umgerechnet 1500 Schweizerfranken auf den Markt bringen wird. Ausserdem werden monatliche Gebühren für die Cloud-Services und Garantieleistungen erhoben.
Wie heute bekannt wurde waren die ersten Modelle innert einer Minute ausverkauft. Das Unternehmen nehme derzeit keine weiteren Bestellungen mehr an, es seien aber weitere 1000 Roboter geplant.
Das 1.20m grosse Gerät sei allerdings noch nicht für Haushaltsarbeiten geeignet. Vielmehr sei es als unterhaltsamer Gefährte gedacht und könne lediglich kleinere Objekte greifen. Softbank Robotics habe es aber auch auf den Servicebereich abgesehen und plane die Produktion entsprechender Modelle bereits im Herbst dieses Jahres zu beginnen.

Der Auftragshersteller „Foxconn“ und die Handelsplattform „Alibaba“ sind zu jeweils 20% an dem Unternehmen „Softbank-Robtic“ beteiligt.  „Softbank“ selbst hält 60% der Anteile am Unternehmen.

Quelle:
http://www.zdnet.de/88238614/japan-1000-humanoide-roboter-binnen-einer-minute-verkauft/

Ein „smart shoe“ überwacht die Händedesinfektion

Wie „winfuture“ berichtet, trägt das Personal der Abteilung für Infektions- und Tropenkrankheiten des Spitals „Nord“ in Marseille/Frankreich einen personalisierten Chip im Schuh. Wenn der Mitarbeiter über einer Antenne steht, die im Boden eingelassen wird, registriert das angeschlossene System dies, ausserdem erfolgt ein Impuls an das gleiche System, sobald die Händedesinfektion durchgeführt wird.

Quelle und Video:
http://winfuture.de/videos/Hardware/Chip-im-Schuh-verbessert-Haendedesinfektion-im-Krankenhaus-14514.html

„automation & electronics“-Messe in Zürich

Vom 24.-25.06.2015 findet in der Messe Zürich die Messe „automation & electronics“ statt.
In den zwei Teilbereichen Automation und Elektronik werden Firmen ihre Lösungen präsentieren.
Ich habe meine Eintrittskarte bereits organisiert und mir den Termin dick im Kalender angestrichen, damit ich für diesen Blog von der Messe berichten kann. Besonders gespannt bin ich auf den Hersteller „Kuka“! Ich verspreche mir „Iiwa“ (Pflegeroboter.ch hat berichtet) in Aktion zu sehen. Ausserdem werde ich mich konkret auf die Suche nach Pflegeassistenzsystemen machen.

Björn Stoffers

Quelle und Infos:
http://www.easyfairs.com/de/events_216/automation-electronics-zuerich-2015_61267/

Zuckermessung ohne stechen

Unter dem Namen „FreeStyle Libre ®“ hat die Firma Abbott ein neues Zuckermesssystem auf den deutschen Markt gebracht. Das System besteht aus einem Lesegerät und einem Sensor in der Grösse eines Zweifrankenstückes, welcher am Oberarm angebracht wird und dort zwei Wochen verbleiben kann. Der Sensor ermittelt kontinuierlich den Zuckergehalt unter der Haut, der über das Lesegerät ausgegeben werden kann. Das Gerät zeigt aber nicht nur den aktuellen Wert an, sondern auch den Verlauf der letzten acht Stunden und die Tendenz, in welche sich der Zuckerspiegel bewegt.
Bisher war es für viele Diabetiker erforderlich den Blutzuckergehalt durch mehrmals tägliches stechen und analysieren des gewonnenen Blutes in einem Blutzuckergerät zu ermitteln.
Dieses System, welches Abbott jetzt auf den Markt gebracht hat, könnte einen weiteren Wendepunkt in der Diabetestherapie darstellen.

Quelle:
http://www.diabetes-kids.de/artikel/das-glukose-messsystem-freestyle-libre-von-abbott-ist-ab-heutefur-menschen-mit-diabetes-in-deutschland-erhaltlich-4234

„Henry“ arbeitet im Pflegeheim

Das europäische Forschungsprojekt „STRANDS“ testet im wiener „Haus der Barmherzigkeit“ den Serviceroboter „Henry“.  Der 1.75m grosse und ca. 30.000 Euro teure  Roboter ist eine Version des „Scitos A5″ der deutschen Firma „Metralabs“.  Henry soll menschliche Arbeiter in einigen einfachen Funktionen unterstützen. Wie „futurezone“ berichtet übernimmt „Henry“ auch Überwachungsaufgaben. So sei das System in der Lage bei seinen autonomen streifzügen Unregelmässigkeiten aufzuspüren und dem Personal zu melden.

Quellen:
http://qz.com/251737/meet-henry-hell-be-taking-care-of-you-when-youre-old/

http://futurezone.at/science/serviceroboter-henry-ueberwacht-das-pflegeheim/66.670.408

DRC-Hubo gewinnt bei der DARPA Robotics Challenge

Der DRC-Hubo, welcher durch das koreanische Team „Kaist“ aus Daejeon ins Finale der diesjährigen DARPA Robotics Challenge in Pomona/USA geschickt wurde, landet auf dem ersten Platz. Dieser Wettbewerb, der durch die Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums ausgetragen wird, soll die Entwicklung von Robotern fördern, damit diese in kontaminierten Umgebungen eingesetzt werden können. Dabei gilt es, verschiedene Parcours zu durchlaufen, bei denen es unter anderem darum geht, Treppen zu überwinden und Türen zu öffnen. Der DRC-Hubo wird mit Xenomai Linux gesteuert.

Der erste Preis war mit 2 Millionen Dollar dotiert.
Als zweite nahmen „IHMC Robotics“ 1 Million Dollar mit nach Pensacola/USA, den dritten Platz belegte „Tartan Rescue“ aus Pittsburgh/USA. Insgesamt nahmen 23 Teams aus den USA, Japan, Deutschland, Italien, Korea und Hong Kong teil.

Quelle:
http://www.theroboticschallenge.org/

Hier gibt es noch Bilder dazu:
http://www.kaist.ac.kr/_prog/_board/?code=ed_news&mode=V&no=35281&upr_ntt_no=35281&site_dvs_cd=en&menu_dvs_cd=0601

Swisscom und xonion entwickeln mobile Patientenakte

Swisscom und xonion wollen bis 2016 eine mobile Patientenakte auf den Markt bringen. Die Entwickler versprechen sich davon eine höhere Datenqualität und Effizienz. Die Software soll als APP für Mobilgeräte verfügbar gemacht werden und sich nahtlos an alle Patienteninformationssysteme anbinden lassen.

Quellen:
http://www.onlinepc.ch/mobile/branche/swisscom-und-xonion-kooperieren-bei-mobiler-patientenakte-954982.html

https://www.swisscom.ch/de/business/enterprise/angebot/business-process-solutions-services/loesungen-und-apps/mobile-patientenakte.html

http://www.xonion.net

Kuka lässt den Roboter aus dem Käfig

Einem Artikel von „manager magazin“ las ich einen Artikel über den Roboterhersteller Kuka. Sehr interessant fand ich, dass der Leichtbauroboter „Iiwa“ (Intelligent industrial work assistant) zwar nicht besonders kräftig ist, sich dafür aber mit sieben Achsen als besonders wendig erweist und vorallem sehr feinfühlig ist. Klassiche Industrieroboter werden lt. dem Artikel in Käfige eingesperrt, um Verletzungen bei menschlichen Arbeitern auszuschliessen. Iiwa ist aber in der Lage dank mehrerer Sensoren die Bewegung zu unterbrechen, wenn er Berührungen registriert. Das ermöglicht ein direktes verletzungsfreies bedienen durch den Arbeiter.
Iiwa wird z.B. in der Automobilindustrie in Bereichen eingesetzt, in denen es für den Arbeiter unergonomisch wäre zu arbeiten.

Wenn ich an meinen Pflegealltag denke, könnte ich mir gut vorstellen, in Kooperation mit einem Roboter unergonomische und kraftraubende Arbeiten durchzuführen, solange dieser eine reine Unterstützung darstellt und keine Pflegeperson ersetzt.

Quelle:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/roboter-von-kuka-fuer-die-industrie-4-0-a-1020134-2.html